Open Roberta Challenge: Die Gewinner

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Niemand besitzt mehr eigene Autos – sie können bei Bedarf angefordert werden und kommen von allein zum Einsatzort. Intelligente Fahrzeuge bilden selbstständig Konvois, um im Windschatten der anderen Energie einzusparen. Smartphone-Apps schlagen Fahrgemeinschaften vor, wenn sie bei mehreren Leuten die gleichen Routen ermitteln. Diese und viele weitere tolle Ideen steuerten Schülerinnen und Schüler zwischen 10 und 18 Jahren zur Open Roberta Challenge bei.

Hier könnt ihr eine Zusammenfassung der besten zehn Teams ansehen: 

We proudly present: Unsere Bundes- und Landessieger

Bundessieger und Landessieger Rheinland-Pfalz

Team SCHÄNGELSCHE

Hilda-Gymnasium + Cusanus Gymnasium, Koblenz

Car2Come: Kommt, wenn man es braucht

Das Zukunftsszenario der Bundessieger SCHÄNGELSCHE klingt überzeugend: Niemand besitzt mehr eigene Autos, die Fahrzeuge werden angefordert und kommen von alleine zum Einsatzort gefahren. Die Autos werden über einen zentralen Server gesteuert und sind mit anderen Fahrzeugen und Verkehrsteilnehmern vernetzt. Die Zentrale wertet Wetterdaten und Verkehrsinformationen aus und sendet die Daten an die autonomen Autos, die ihr Fahrverhalten entsprechend anpassen. Das Zukunftsauto fährt zum Teil auf herkömmlichen Straßen, zum Teil auf Solarstraßen und ist elektrisch betrieben. 

Das Team tüftelte mit erstaunlicher technischer Versiertheit und programmierte zwei Fahrzeug-Modelle, um die wichtigsten Funktionen unter verschiedenen Bedingungen zu testen: Fährt der Wagen auf ein Hindernis zu, dann stoppt er und gibt die Information blitzschnell an den Hintermann weiter, der ebenfalls anhält. Misst der Sensor Regen oder Temperaturen unter 10 Grad Celsius, dann fährt das Auto langsamer und hält mehr Abstand. Dass dies tatsächlich funktioniert, beweist ein Experiment: Taucht der Sensor in ein Glas Eiswasser, werden die Motorengeräusche leiser und langsamer; zurück an der warmen Luft beschleunigt der Wagen geräuschvoll.

Das Team: David Blum (13), Jonas Blum (15), Luca Majewski (15)

Die Betreuer: Petra Blum und Dr. Matthias Otto

Videobeitrag

Landessieger Schleswig-Holstein

Team KITTENS

Klaus-Groth-Schule Tornesch

Knight Rider 2025: K.I.T.T. ist einfach töfte!

»Können wir es uns in Zukunft leisten, so viele neue Autos zu bauen? Wäre es nicht einfacher und Ressourcen schonender, bereits gebaute Autos aufzurüsten?«, fragte sich das Team KITTENS und konzipierte das »Kommunikative Intelligente Töfte Transportmittel – kurz K.I.T.T.«. In der Box, die auf dem Dachträger befestigt wird, befinden sich mehrere 360-Grad-Kameras, GPS, Ultraschall, Infrarot und Lasersensoren zur Messung von Entfernungen. Zu dem Kit gehört eine Smartphone App, mit der auch Fußgänger und Fahrradfahrer in das System eingebunden und erkannt werden. 

In einem liebevoll ausgearbeiteten Video mit gezeichneten Bildern präsentiert das Team viele Vorteile von K.I.T.T. – zum Beispiel seine Schwarmintelligenz: Die Autos der Zukunft sind miteinander vernetzt und können sich zu einem intelligenten Konvoi verbünden. Im Windschatten des Vordermanns sparen sie Energie und verkürzen die Reisezeit. K.I.T.T. ermittelt wiederkehrende Routen und schlägt Fahrgemeinschaften vor. 

Das Team: Deborah Feldmann (18), Nicklas Meineke (18), Jannik Rank (18)

Der Betreuer: Sebastian Meyer

Videobeitrag

Landessieger Berlin

Team RoRo-Boter

Romain-Rolland-Gymnasium Berlin 

Außergewöhnliche Ausweichmanöver dank Omniwheels

Das Team RoRo-Boter legt ein starkes Augenmerk auf Umweltaspekte und auf Unfallprävention: Angetrieben durch Solarenergie steuert das selbstfahrende Elektroauto durch die Straßen. Es hat ein Solardach und eine induktive Ladeplatte am Boden des Wagens. Gefahren erkennt das Auto durch Sensorik: Es hat einen Feuchtigkeitssensor, Ultraschallsensor, einen Iris-Scanner sowie einen Laser-Abstandsmesser.

Ein besonderes Merkmal dieses Fahrzeugs: die Omniwheels. Mit ihnen ist das Auto in der Lage, außergewöhnliche Ausweichmanöver zu starten. Mit Hilfe einer 3D-Animation veranschaulichen die Schüler die Vorteile dieser Reifen: Ein Ball rollt auf die Straße – eine hochgefährliche Situation, in der herkömmliche Autos einen Zusammenstoß nicht vermeiden könnten. Das RoRo-Boter-Auto aber weicht sanft und geschickt schräg seitlich aus, ohne dabei den Gegenverkehr zu behindern.  

Das Team: Margad Dshamsran (13), Lars Feldhusen (13), Adrian Helfer (13)

Der Betreuer: Karsten Pietsch

Videobeitrag

Landessieger Hamburg

Team HWG-Car

Heilwig-Gymnasium Hamburg

Das sprechende Auto: Im Notfall schneller als die Polizei

Zwei außergewöhnliche Funktionen des HWG-Cars fallen auf: Das Auto kommuniziert mit anderen Verkehrsteilnehmern per Sprachausgabe und sagt zum Beispiel „Dankeschön“ oder ruft „Achtung!“, wenn es brenzlig wird. Bei einem Unfall startet direkt der „Erste-Hilfe-Zuweiser“ – wenn bei der Polizei oder Feuerwehr ein Notruf eingeht, wird das Auto benachrichtigt, welches dem Unfallort am nächsten ist. Es kann seinen Erste-Hilfe-Kasten zur Verfügung stellen.

Viele weitere intelligente Funktionen machen das HWG-Car so besonders – zum Beispiel registriert es Baustellen, Blitzer und Straßensperrungen automatisch und leitet es an ein soziales Netzwerk weiter. Bei jeder geplanten Route, die hochgeladen wird, können so aktuelle Verkehrsbedingungen berücksichtigt werden. Das Hamburger Team HWG-Car hat sein selbstfahrendes Auto mit Lego gebaut und mit Hilfe des MIT App Inventors eine zugehörige App programmiert.

Das Team: Moritz Ahrens (13), Kevin Heuer (14), Frederik Krohn (14)   

Die Betreuerin: Stephanie Müller-Wessel

Videobeitrag

Landessieger Bayern

Team JELAR

Gymnasium Oberhaching

Design-Wunder mit Stimmungsschwankungen

Das selbstfahrende Auto vom Team JELAR fällt auf durch sein futuristisches Design. Es kommt, wenn man es mit seinem Handy ruft und reagiert auf mündliche Befehle – etwa die Ansage der Route. Sein Laserscanner an der Vorderseite erkennt Baustellen und andere Gefahren. Wenn es einen Menschen scannt, verringert es automatisch die Geschwindigkeit und hört auf Geräusche wie Sirenen oder Martinshörner. Energie bezieht es aus Sonnenstrahlen und die Innenausstattung ist komfortabel: Es gibt drehbare Sitze, einen im Boden eingelassenen ausklappbaren Tisch sowie eine Fahrradstaufläche am Boden. Besonders interessant für Menschen mit Stimmungsschwankungen: Je nach Laune seines Besitzers wechselt das Auto die Farbe.

Die NachwuchsforscherInnen – bis auf eine Ausnahme alles Mädchen – haben ihr Modell erstaunlich professionell designt, dann mit Pappmaché nachgebaut, auf eine Lego-Karosserie aufgesetzt und es auf seinem Weg durch das Physik-Labor schließlich auf Video aufgenommen.

Das Team: Amelie Benda (10), Lea Friedinger (10), Juli Mühlbauer (10), Rafael Richter (10), Emma Rodt (10)

Der Betreuer: Sebastian Weidenthaler

Videobeitrag

Die Top 6-10 der Landessieger im Überblick:

Landessieger
Nordrhein-Westfalen

SGL Tech

Städtisches Gymnasium Leichlingen
Das Team: Florian Hande (13), Luca Krohn (13), Yannik Mika (12), Tom Stolpmann (13)
Die Betreuerin: Cathleen Pohland

Landessieger
Hessen

We,Robits

Immanuel-Kant-Schule Rüsselsheim
Das Team: Cem Amet-Moumin (15), Silas Kaul (14), Haroon Siddiqui (14)
Der Betreuer: Christian Duncker

Landessieger
Niedersachsen

MINT vom Dorf: Roboteam 1

Schule am Auetal, Oberschule Ahlerstedt
Das Team: Marlon Böttcher (16), Nils Höhrmann (15), Merlin Holtz (16), Niklas Matuschak (16), Enrico Taige (16)
Der Betreuer: Gerd Iffland

Landessieger
Baden-Württemberg

Drive to the Future

Ernst-Abbe-Gymnasium Oberkochen
Das Team: Ryan Newman (13), Ben Wieland (13), Rhena Gerstenlauer (13), Shannon Newman (13)
Die Betreuerin: Sonja Fick

Landessieger
Brandenburg

Stiftung SPI Spremberg

Bergschloss AG
Das Team: Luca Böhrenz (13), Jonas Schön (10), Tom Schroeter (12)
Der Betreuer: Frank Jannack